Neu England, Ostküste 2011

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Wieder eine Reise in die USA. Eigentlich wollte ich ja auch einen kleinen Abstecher nach Kanada machen, hat sich aber wegen des schlechten Wetters anders ergeben. Angekommen bin ich gegen Abend in Philadelphia. Diesmal war ich ganz schlau und habe das Navi mit USA-Karte schon aus Deutschland mitgebracht. Nach der Ankunft führte mein erster Weg nachdem ich den Mietwagen abgeholt hatte nach Washington DC. Leider hab ich wieder einen ohne Tempomat erwischt. Nie wieder Dollar Autovermietung!

Washington DC

Ich hab für die Reise schon von Deutschland aus eine Stadtrundfahrt gebucht. Treffpunkt Morgens 9Uhr am Old Post Office, einen Kilometer vom Capitol entfernt. Dann ist es losgegangen: Capitol, weißes Haus, Gedenkstätte für den 2. Weltkrieg, Denkmal für die Marines, dann noch Pentagon und das Denkmal für die Luftwaffe. Dann zur Entspannung eine Bootsfahrt auf dem Fluss. Ich hab schon gedacht, es kracht wieder ein Flugzeug in das Pentagon, doch dann hab ich erfahren dass der Flughafen direkt neben dem Fluss liegt. Der Landeanflug ist über den Fluss durch die Stadt. Nach der Bootsfahrt weiter zu den nächsten Gedenkstätten. Für einen Nichtamerikaner ist es erstaunlich für was alles Gedenkstätten eingerichtet wurden. Nach der Rundfahrt hab ich dann noch die Gelegenheit ergriffen und hab mir die Stadt vom Turm des Old Post Office aus angesehen. Dann hat mich direkt am Eingang vom Madame Tussauds in Washington eine Regenguss überrascht, so dass ich mir die Wachspräsidenten angeschaut habe. Am nächsten Tag dann weiter nach Gettysburgh

Gettysburg, Lanchester

Gettysburg war der Platz einer der bedeutendsten Schlachten im Amerikanischen Bürgerkrieg. Dort ist der National Military Park mit Museum und großem Freigelände aufgebaut. Das ehemalige Schlachtfeld und die Schlachtreihen sind mit mehr als 400 Kanonen symbolisiert. Leider hat es den ganzen Tag über geregnet, so dass die Rundfahrt über das Gelände nicht so viele gute Fotos ergeben hat. Der Höhepunkt war dann die Show in einem Diorama, einem großen, runden Gemälde bei dem man den Eindruck hat man steht mitten auf dem Schlachtfeld.

Ich bin dann Nachmittags nach Lancester in Pennsylvania weitergefahren. Hier ist eines der Zentren der Amish, jener religiösen Sekte die vor mehr als 200 Jahren aus Deutschland und der Schweiz in die USA ausgewandert sind. Sie nützen viel Moderne Einrichtungen nicht, fahren meistens mit Kutschen und sind häufig in der Landwirtschaft verwurzelt. Am Morgen des nächsten Tages hab ich mir erst mal ein Museum der Amish angeschaut. Die Museumsführung war sehr Interessant, da man hier eine Menge auch über die Gegenwart der Amish erfahren hat. Da die Amish meist sehr sparsam Leben hatten sie 2008 bei der Finanzkrise die Möglichkeit, viel pleite gegangene Farmen und Häuser günstig zu Kaufen. Vor den Supermärkten und auf den Straßen waren die Kutschen der Amish überall zu sehen. Dann bin ich weiter nach Newport im Staat New York gefahren.

Newport NY

Eigentlich ist in Newport nicht sehenswertes außer man ist Fan der US-Serie American Chopper. Denn dort wohnen die Teutuls, also die Familie von Motorradbauern um die sich die Serie dreht. Erst mal bin ich zu Laden von Orange County Choppers gefahren, hab mir dort im Ausstellungsraum die Motorräder angeschaut deren Herstellung auch im Fernsehen zu sehen war. Dann zur Werkstatt vom Paul Jr Designs, wo der Sohn seine Motorräder baut. Für mich war es Faszinierend all das zu sehen was jede Woche bei Dmax ausgestrahlt wird.

Eigentlich wollte ich am nächsten Tag an die Niagarafälle fahren und nach Kanada, doch bei dem Regen hab ich mein Programm umgeschmissen. Dann lieber doch nach Boston, in der Großstadt wird sich für Regentage doch was zum Anschauen finden lassen.

Boston

Nach Boston in die Innenstadt bin ich mit der U-Bahn gefahren. Ein riesiges Parkhaus an der Autobahn direkt an der U-Bahn war besser als der Versuch, in der Innenstadt einen Parkplatz zu kriegen. Alle historischen seheneswürdigkeiten Bostons liegen am Freedom Trail, einer Route die mit einer roten Linie durch die Stadt geht. Das Ende bildet dann im Hafen die USS Constitution, ein Kriegsschiff das seit 1797 im Dienst der USA ist.

Am zweiten Tag in Boston bin ich dann vom Hafen mit einem Schiff zur Walbeobachtung aufgebrochen. Kaum hat man die Stadt hinter sich wirkt alles sehr Ländlich auf den Inseln. Dann ziemlich weit draußen haben wir sie gesehen, 2 Buckelwale und dann noch eine Mutter mit ihrem Jungen. Einfach riesig die Viecher, wenn das Schiff nur nicht so geschaukelt hätte. Dann noch eine Stadtrundfahrt durch Camebridge, die Nachbarstadt mit ihren Universitäten. Am nächsten Tag hab ich dann noch eine Bootsfahrt auf dem Schiff mitgemacht, da die im Preis der Stadtrundfahrt enthalten war. Dann weiter zu meinem nächsten Hotel in Jersey City.

New York

 

Weder als ich Morgens mit einem Bus nach New York rein gefahren bin noch bei meiner Reiseplanung hab ich geschalten: Es war der 11. September 2011. Na, klingelt es? Genau 10 Jahre zuvor sind die Jets in die Türme des World Trade Centers gerast. So viel Polizei habe ich in meinem ganzen Leben nicht gesehen. Als ich mit der Fähre nach Staten Island gefahren bin wurde diese von einem Polizeiboot mit auflaffetiertem MG begleitet, Battery Park und die Gegend um Ground Zero waren bewacht, an Ground Zero konnten nur Leute mit Einlasskarte hin. In der Ferne habe ich die Kolonne des Präsidenten gesehen. Ich hab mich dann auf einen Bummel über die Fith Avenue beschränkt, bin dann noch aufs Dach des Empire State Building für ein paar Fotos hinauf. Den Tag hab ich dann am Times Square ausklingen lassen bevor ich wieder den Bus nach Jersey City zu meinem Hotel genommen habe.

Jersey City hab ich dann am nächsten Morgen wieder verlassen. Gar nicht so einfach wenn man auf einer sechsspurigen Straße in die andere Richtung will und keinen Platz zum Wenden findet. Nach 6 Kilometern dann endlich eine Möglichkeit zu Wenden, dann die sechs Kilometer im Stau wieder zurück. Nach einer Stunde stand ich wieder bei meinem Hotel, jetzt aber in die andere Richtung. Fast zwei Stunden später hab ich dann meine nächstes Ziel Atlantic City erreicht.

Atlantic City

Gegen Mittag hab ich dann die Spielermetropole an der Ostküste erreicht. Also das mit der Metropole ist nicht so ernst gemeint. Wenn man den Boardwalk verlässt, die 7 Kilometer lange Straße aus Holz, ist man in einer US Kleinstadt. Auf der anderen Seite hat man weißen Strand, eigentlich eine sehr entspannte Gegend. Das Essen und Trinken in den Hotels ist billig, so dass ich zwei Tage eingeplant habe.

Den größten Teil des Boardwalks hab ich abgelaufen, was keine Problem trotz der Hitze ist wenn man in fast jedem Casino mal ne Pause einlegt. Dort ist es kühl und die Getränke gratis beim Spielen. Am Abend des zweiten Tages hab ich mir gedacht, jetzt verspiele ich noch 20§ und dann geh ich in mein Hotel zurück. Als ich meinen Lieblingsautomaten entdeckt habe, hab ich meinen 20er hinein geschoben. Als ich nach zwei Stunden keine Lust mehr hatte hab ich auf Auszahlen gedrückt und mir die 65$ auszahlen lassen, die nach mehreren großen Gewinnen noch im Geldspeicher waren. Wenn schon nicht verspielen, dann lieber in Fleisch anlegen. Also hab ich mir ein großes Steak im nächsten Steakhaus schmecken lassen. Ein perfekter Abschluss für den Tag. Am nächsten Tag dann die Abreise nach Philadelphia

Bordwalk

Philadelphia

Als erstes hab ich mal meinen Mietwagen zurückgegeben und meinen Koffer eingecheckt. Dann mit dem Zug in die Innenstadt von Philadelphia und eine Stadtbesichtigung gemacht. Hier ist auch die Gründungsgeschichte der USA an jeder Ecke präsent. Eine schöne Stadt, aber nach einer Rundfahrt mit dem Bus war es Zeit zum Flughafen zu gehen. Eine echt schöne und Lehrreiche Rundfahrt durch den Osten der USA ist zu Ende gegangen.